FAU-Krefeld

FAU; Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union ist eine Basisgewerkschaftlche Organisation. Die FAU besteht aus unabhängigen, lokalen Gewerkschaften, den Syndikaten. Als Organisation von Lohnabhängigen kämpfen wir für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen. Als Lohnabhängige verfügen wir über die uns eigene Macht, den reibungslosen Ablauf der Lohnarbeit zu unter­brechen. Wir bedienen uns im Arbeitskampf derjenigen Mittel, die unmittelbaren Druck auf die Gegenseite ausüben.
Diese drei aufnahmen haben wir uns bei anderen Syndikaten geliehen ;-)

Die FAU-Krefeld enstand aus Kreisen der Anarchistische Gruppe Krefeld und gehört derzeit als Sektion zur FAU-Düsseldorf.

Derzeit ist die FAU-Krefeld in der Gründungsphase und veranstaltet zwei mal Monatlich einen "Anarcho-Syndikalistischen-Stammtisch", derzeit am 2. und 4. Mittwoch im Monat von 17-19 Uhr.

Bei diesem Stammtisch Informieren wir zu gewerkschaftsrechtlichen sowie juristischen Themen, weiter bauen wir gemeinsam mit euch das Syndikat in Krefeld auf.

Bei gemeinsamen Fort- und Weiterbildungen in den Themenbereichen Gewerkschaft, Juristik und Selbstorganisierte Betriebe lernen wir alle Facetten des Anarchosyndikalismus kennen.


Ihr seit Interessiert an mehr?

Unser Seketariat erreicht Ihr unter FAUKr-Kontakt@FAU.org


Kurze Geschichte der FAU

Die FAU war ursprünglich eine Neugründung der 1933 im Zuge des Machtantrittes der Nazis aufgelösten FAUD, der damals größten anarchosyndikalistischen Gewerkschaft in Deutschland. Die FAUD zählte in ihrer Hochphase ca. 150.000 Mitglieder. Seit der Gründung 1977 hat sich die FAU immer weiter entwickelt. Wir sind eine dynamische, radikale Gewerkschaft – wir können uns schnell anpassen und auf Veränderungen in der Arbeitswelt mit neuen Aktionsformen reagieren.

Die heutige Welt

Arbeitsbedingungen ändern sich ständig, immer zugunsten der Bosse und ihrer Profite, und meist zum Nachteil der Arbeitenden. Die Bosse finden neue Wege, um die Rechte zu umgehen, die Arbeiter_innen auf der ganzen Welt erkämpft haben. Hinter Schlagwörtern wie „Flexibilität” und Phrasen wie „Sei dein eigener Chef” stecken am Ende oft unbezahlte Überstunden, kein bezahlter Urlaub und keine Krankenversicherung.

Sozialleistungen, Renten, Krankenpflege und Löhne werden gekürzt, Krankenversicherung, Steuern und Mieten werden teurer – gerade für die, die am wenigsten Mittel haben und die Leistungen am meisten brauchen. Es wird von uns erwartet, dass wir länger und für weniger Lohn arbeiten sollen, unter unsicheren Bedingungen. Und wir sollen dankbar sein, dass wir überhaupt eine Möglichkeit haben, unsere Arbeit für irgendeinen Lohn zu verkaufen.

Wir werden dazu gebracht, unsere Kolleg_innen beim Chef zu verpetzen. Wenn wir sehen, wie andere leiden, sollen wir ihnen selbst, ihrem Lebensstil, ihren falschen Prioritäten, ihrer Faulheit oder Schwäche, die Schuld dafür geben.

Wir werden davon abgehalten, die größere Perspektive zu sehen: Wie die Art und Weise, in der die Gesellschaft organisiert ist, die Möglichkeiten und Entscheidungen eines Menschen beeinflusst. Die Notlagen der Anderen sollen uns egal sein.

Die FAU bietet einen Ort, an dem wir Arbeiter_innen zusammenkommen können. An dem wir lernen können, die Probleme an unseren Arbeitsplätzen zu verstehen. Um zu erkennen, wie ähnlich unsere Probleme als Lohnarbeitende doch sind, hier in Leipzig wie auch auf der ganzen Welt, braucht es nur einen kleinen Schritt.

Die FAU und die DGB-Gewerkschaften

Warum macht es mehr Sinn, sich in der FAU zu organisieren als bei Ver.di, IG Metall oder einer anderen DGB-Gewerkschaft?

Unser grundlegendes Prinzip ist die Selbstorganisation. Die FAU ist organisiert als Basisgewerkschaft. Das bedeutet: Bei uns entscheidet die Basis. Das sind alle Mitglieder gemeinsam. Anders als bei DGB-Gewerkschaften gibt es bei uns keine hierarchische Struktur von Funktionär_innen, die ein persönliches Interesse daran haben, der Polizei, staatlichen Behörden oder anderen kapitalistischen Gewerkschaften zuzuarbeiten oder Vereinbarungen mit den Unternehmen zu befolgen.

Wenn unsere Mitglieder in einem Konflikt aktiv werden, nennen wir das „direkte Aktion“, weil es keine Zwischeninstanz gibt, die ein Interesse daran hat, die Wut der Beschäftigten abzudeckeln, damit ihre eigene Position und die guten Beziehungen ihrer Gewerkschaft mit Behörden und Unternehmen nicht gefährdet werden.

Die Unterstützung, die du in der FAU erhältst, kommt von anderen Lohnarbeitenden wie dir. Wir organisieren nicht Kämpfe für dich, sondern mit dir.

Als FAU-Mitglied entscheidest du, wie mit den Problemen auf deiner Arbeit umgegangen werden soll, und welche Unterstützung du dabei brauchst. Anders als bei den DGB-Gewerkschaften, die eher nur Kämpfe führen, die sich finanziell oder politisch lohnen, gibt es keine Aktion, die zu klein oder zu groß für die FAU ist. Wir haben keine bezahlten Funktionäre, keine höheren Komitees, keine Autoritätspersonen von denen wir abhängig sind: Wir bauen auf die gegenseitige Solidarität unserer Mitglieder. Wir treffen alle Entscheidungen gemeinsam. Wir setzen dich nicht unter Druck, an deinem Arbeitsplatz eine militante Konfrontation zu eröffnen, aber wir bieten auch keine Dienstleistungen für Einzelpersonen. In einer selbstorganisierten Gewerkschaft bist du die Gewerkschaft, und die Gewerkschaft ist nur so stark wie ihre Mitglieder.

Die FAU kämpft, um die Rechte zu verteidigen, die die Arbeiterklasse gewonnen hat, und gleichzeitig treiben wir die Entwicklung einer kämpferischen Arbeiter_innen-bewegung vorwärts. Für eine Zukunft mit einer auf Solidarität und Selbstverwaltung basierenden Wirtschaftsordnung.